No Illusions

20. September bis 7. Dezember 2008

Installationsansicht No Illusions, KAI 10 | Raum für Kunst, Foto: Hendrik Reinert

Marjetica Potrč, The Lucy House Tornado Shelter, 2007, Installationsansicht KAI 10 | Raum für Kunst, Düsseldorf, Foto: Hendrik Reinert

Björn Dahlem, Schwarzes Loch (M-Sphären II), 2007, Installationsansicht KAI 10 | Raum für Kunst, Düsseldorf, Foto: Hendrik Reinert

Manfred Pernice; (v.l.): Egge, 2007, Ohne Titel, 2007, Ohne Titel, 2008, Installationsansicht KAI 10 | Raum für Kunst, Düsseldorf, Foto: Hendrik Reinert

Heimo Zobernig, Installationsansicht KAI 10 | Raum für Kunst, Düsseldorf, Foto: Hendrik Reinert

Thomas Helbig, (v.l.) Ohne Titel, 2008, Horizont, 2008, Installationsansicht KAI 10 | Raum für Kunst, Düsseldorf, Foto: Hendrik Reinert

Franz West, Paßstücke mit Box und Video, 1996, Installationsansicht KAI 10 | Raum für Kunst, Düsseldorf, Foto: Hendrik Reinert

Björn Dahlem
Thomas Helbig
Manfred Pernice
Marjetica Potrč
Franz West
Heimo Zobernig
Kurator: Zdenek Felix

Die erste Schau in KAI 10 versteht sich nicht als thematische und auch nicht als programmatische Ausstellung. Vielmehr zeigt sie sechs ausgewählte, individuelle Positionen der heutigen Kunst, die einerseits für den Dialog der älteren und jüngeren Generation stehen, andererseits sich den Trends zur erfolgreicher Vermarktung des ‚schönen Scheins’ widersetzen. No Illusions will gegen den Hang zum Illusionismus und zur Effekthascherei eines Teils der heutigen Kunstproduktion Position beziehen und zeigen, dass auch heute in der Kunst noch kritische Gegenpole zu finden sind. Die Ausstellung möchte ein Zeichen setzen gegen die im Kunstbetrieb herrschende Strategie „kunsthistorische Wichtigkeit durch Zahlen oder durch Namen magisch zu behaupten, anstatt durch Zeigen und Diskussion der Kunst diese konstruktiv zu begründen“ (Jörg Heiser).

Obwohl die gezeigten Arbeiten thematisch unterschiedlich sind, gibt es Berührungspunkte, an denen sie sich überschneiden. Eine solche Überschneidung ergibt sich daraus, dass einige Arbeiten Raumgebilde sind, die teilweise an Bauten oder auch an Modelle erinnern. Die scheinbare Nähe zur Architektur oder zum Design ist jedoch täuschend. Denn es werden unterschiedliche Konzepte für dreidimensionale Gebilde mit sozialen, philosophischen und politischen Programmen verknüpft.

Eine andere Gruppe von Arbeiten weist Verwandtschaft mit figürlichen Darstellungen auf. Auch hier erschöpft sich der Sinn nicht in der Wiedergabe von Figuren. Vielmehr handelt es sich um künstlerische Artefakte, die aus der Zertrümmerung des vorhandenen ‚zivilisatorischen Materials’ und ebenfalls aus den Ruinen des Formvokabulars der Moderne entstehen. Es ist kein Zufall, dass in diesen Arbeiten Ironie und Heiterkeit oft eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen.