Remote Memories

16. Mai bis 18. Juli 2009

Hansjörg Dobliar, Installationsansicht KAI 10 | Raum für Kunst, Foto: Claus Langer

Steven Claydon, Installationsansicht KAI 10 | Raum für Kunst, Foto: Claus Langer

Bernd Ribbeck, Installationsansicht KAI 10 | Raum für Kunst, Foto: Claus Langer

Steven Claydon (vorne), David Noonan (hinten), Installationsansicht KAI 10 | Raum für Kunst, Foto: Claus Langer

Thea Djordjadze, Installationsansicht KAI 10 | Raum für Kunst, Foto: Claus Langer

 
Steven Claydon
Thea Djordjadze
Hansjörg Dobliar
David Noonan
Bernd Ribbeck

Kurator: Zdenek Felix

Seit einigen Jahren lässt sich innerhalb der aktuellen Kunstszene Europas ein wiedererwachtes Interesse an kulturhistorischen Phänomenen beobachten. Besonders in Deutschland und Großbritannien traten mehrere Künstler und Künstlerinnen hervor, deren Arbeiten, ob nun Bilder, Skulpturen, Fotografien oder Videos, bestimmte Aspekte der Geschichte, Kunstgeschichte, Literatur und des Films aus dem Bereich der klassischen Moderne aber auch älterer Epochen aktualisieren. Eine Ausstellung in der Tate Modern in London im Jahr 2007 fasste unter dem Titel The Rings of Saturn Werke mehrerer junger englischer und deutscher Künstler zusammen, die sich in einer melancholisch-romantischen Sicht des kulturellen Gedächtnisses genähert haben, wie dieses in dem viel diskutierten gleichnamigen Roman des Schriftstellers W.G. Sebald zum Ausdruck kommt. Die Schau Remote Memories in KAI 10 | Raum für Kunst in Düsseldorf setzt sich zum Ziel, dem in der letzten Zeit aktuell gewordenen Bemühen zur Vertiefung des kulturellen Gedächtnisses in der heutigen jungen Kunst nachzuspüren. In den Werken der ausgewählten Künstler zeigt sich, dass Geschichte und Erinnerung selten auf direkter Anschauung beruhen, sondern vielmehr medial vermittelt sind. Die Grenzen zwischen historisch verbürgtem Zitat und einer Fiktionalisierung sowie assoziativen Aneignung historischer Stoffe sind dabei fließend. Neben einer zeitgenössischen Auseinandersetzung mit kulturhistorischen Themen lässt die Ausstellung zugleich auch die spezifische Geschichte bestimmter Medien, insbesondere in der Kunst des 20. Jahrhunderts, anklingen. Die Auswahl konzentriert sich auf Repräsentanten aus Deutschland und England. In der Kunstszene Großbritanniens fiel die Wahl auf die beiden Londoner Künstler Steven Claydon (geb. 1969) und David Noonan (geb. 1969), aus der hiesigen Kunstszene werden Thea Djordjadze (geb. 1971 in Tbilisi, Georgien) und Bernd Ribbeck (geb. 1974) aus Berlin sowie Hansjörg Dobliar (geb. 1970) aus München zu sehen sein.

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