East bound

23. Januar bis 27. März 2010

Installationsansicht East Bound , KAI 10 | Raum für Kunst, Foto: Claus Langer

Installationsansicht East Bound , KAI 10 | Raum für Kunst, Foto: Claus Langer

Installationsansicht East Bound , KAI 10 | Raum für Kunst, Foto: Claus Langer

Installationsansicht East Bound , KAI 10 | Raum für Kunst, Foto: Claus Langer

Jan Mancuska, Bange vor dem zuerst ausgedachten Vol. I, II, III, IV, 2009, Courtesy Meyer Riegger

Markéta Othová, Untitled, 2008, Courtesy Galerie Jiri Svestka

Anna Parkina, Nine Minuts, 2006, Foto: Claus Langer

Pavel Pepperstein, The Fight between Gods and The Centaur (Suprematist Studies of the Greek Myths), 2009, Foto: Jens Ziehe

 
Goshka Macuga
Ján Mančuška
Markéta Othová
Anna Parkina
Pavel Pepperstein
Kurator: Zdenek Felix

East Bound: Der Titel der Ausstellung leitet sich von der Londoner Ringbahn ab, die als „Circle Line“ das Zentrum Londons umkreist. Diese Linie besteht aus den beiden miteinander verbundenen Richtungen: East Bound und West Bound.
Zur Ausstellung East Bound in KAI 10 sind jüngere Künstler und Künstlerinnen aus Osteuropa eingeladen worden, die im Westen leben und arbeiten oder aber zwischen Ost und West hin und her pendeln, sich also nicht permanent in ihren Herkunftsländern aufhalten. Sie benutzen den Ortswechsel als Teil ihrer künstlerischen Strategie. Seit 1989 sind für diese Fluktuation nicht mehr die politischen Gründe maßgebend. Vielmehr geht es den Künstlern und Künstlerinnen aus Osteuropa um die direkte Auseinandersetzung mit der Arbeit ihrer westlichen Zeitgenossen und nicht zuletzt um den Anschluss an die abendländische Kunstgeschichte, aus der ihre Heimatländer Jahrzehntelang ausgeschlossen waren.
Der Ortswechsel verlangt Mut und Risikobereitschaft. East Bound zeigt, dass die eingeladenen Künstler und Künstlerinnen aus Polen, Tschechien, Slowakei, Russland und der Ukraine ihren eigenen Weg gefunden und darüber hinaus einen besonderen Beitrag zur Überbrückung der Distanz zwischen den Kulturidentitäten von Ost und West geleistet haben. Sie stellen zugleich die Frage nach dem ästhetischen und intellektuellen Potential ihrer Herkunftsländer, das sie mit ihrem Werk in den „anderen“, westlichen Kontext übertragen.
East Bound ist keine thematische Ausstellung. Gezeigt werden fünf unabhängige Positionen, die sich in unterschiedlichen Medien artikulieren: Zeichnung, Malerei, Fotografie, Installation und Film. Verbindend für diese Positionen ist die Erfahrung der konzeptuellen Kunst, deren Funktionen und Inhalte den individuellen Zielsetzungen der Künstler und Künstlerinnen angepasst werden.

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