Rätselhafte Metamorphosen und Transformationen sind Phänomene, denen wir in der zeitgenössischen Kunst immer häufiger begegnen. Auch wenn es sich nicht um direkte Rückgriffe oder Referenzen handelt, werden Erinnerungen an die Kunstgriffe des Surrealismus geweckt, wenn Künstler der Gegenwart mit der Kombination gefundener Objekte oder mit dem ungewöhnlichen Einsatz von Materialien spielen. Hinter der Oberfläche wird das Unbewusste, Rätselhafte und Undefinierbare gesucht, in Bildern, Skulpturen und Installationen tauchen mehrdeutige Elemente und Symbole auf. Oft sind es nur kleine Verschiebungen gegenüber der üblichen Anordnung und Beschaffenheit der Dinge, die das Alltägliche auf einmal fremd und irritierend erscheinen lassen. Besonders deutlich äußern sich diese Tendenzen in der Produktion von Objekten, halb Skulptur, halb Assemblage, wo die Begegnung konträrer Bedeutungen in ein und demselben Werk sich auch formal als Inkohärenz oder ‚Dissonanz’ manifestiert. Die Ausstellung Transformed Objects spürt diesen Tendenzen nach und zeigt dreidimensionale Objekte, Skulpturen und Installationen sowie Fotografien von sechs internationalen Künstlern, entstanden zwischen 2000 und heute.