Beyond the surface

6. Oktober bis 15. Dezember 2012

Anne Neukamp, o.T. (Herz), 2012, Öl, Eitempera, Baumwolle, 220 x 170 cm, Courtesy Galerie Gregor Podnar

Carola Ernst, IKON IV, 2010, Druckfarbe & diverse Papiere, 31x22 cm, Courtesy power gallery

Gregor Hildebrandt, Die Oberfläche des Tisches (Tabula rasa, Arvo Pärt-Cantus in Memoriam of Benjamin Britten), 2012, 93 x 69 x 3 cm, Musikkasettenbänder auf Leinwand, Courtesy Wentrup

Ekrem Yalcindag, Impressions from the Streets, 2011, Öl auf Leinwand und Holz, Durchmesser 2m, Courtesy Kai Middendorff Galerie

Nevin Aladag, Paravent / Social Fabric #1, 2012, Teppichcollage, Metall, 250 x 552 x 4 cm, Courtesy Wentrup

Stefan Pfeiffer, Those Where the Days 5, 2012, 50 x 55 cm, zweiteilig, Öl auf Leinwand, Holz, Handtuch, Seifendose, Courtesy power gallery

Nevin Aladag
Carola Ernst
Gregor Hildebrandt
Anne Neukamp
Stefan Pfeiffer
Ekrem Yalcindag

Kuratoren: Zdenek Felix, Ludwig Seyfarth

Die Ausstellung Beyond the Surface legt das Augenmerk auf die im wahrsten Sinne des Wortes vielschichtigen Oberflächen – nicht nur – gemalter Bilder. Einmischen oder Hinzufügen unterschiedlicher Materialien, reliefhafter Auftrag von Farbe,  Wegwischen oder -kratzen bereits vorhandener Schichten, bewusstes Collagieren scheinbar heterogener Elemente: All dies sind Verfahren, welche die Bildoberfläche mit einer körperlichen Präsenz aufladen, die den aus dem Alltag nicht mehr wegzudenkenden transparenten Bildschirmen fehlt.
Mit Computerprogrammen lassen sich Flächen oder Räume schichtenhaft übereinanderlegen, ist alles immer wieder veränder- oder auch löschbar, wobei auch die größten gestalterischen Eingriffe ohne erkennbare Spuren bleiben. Was auf den Oberflächen der in der Ausstellung gezeigten Bilder geschehen ist, bleibt jedoch am Resultat immer noch mehr oder weniger deutlich ablesbar.
Die Ausstellung Beyond the Surface ist einerseits eine Reflexion über Möglichkeiten der Malerei heute, stellt anderseits aber auch Materialität und Beschaffenheit jenseits der klassischen Malerei zur Diskussion; damit aber auch die Frage nach dem Verhältnis des sinnlich Erfahrbaren zu dem, was immateriell bleibt.
Freskenartig gemalte, an Gewänder oder Körperoberflächen erinnernde Formen und schemenhafte Reste abgetragener Malschichten (Anne Neukamp) stehen neben abstrakt-gestischen, malerischen und zeichnerischen Elementen, die sich gleichsam in der Fläche verstricken und dennoch unbestimmte Räume zu öffnen scheinen (Carola Ernst), installativen Bildern, auf denen verschiedene Seifenstücke wie für eine Ahnengalerie porträtiert sind (Stefan Pfeiffer), vielfältig schillernden Oberflächen, die aus bespielten Bändern von Musikkassetten gebildet werden (Gregor Hildebrandt), weithin leuchtenden Rundbildern, die sich bei näherem Hinsehen als aufwändig gestaltete Reliefs entpuppen (Ekrem Yalcindag) sowie Bildern und Objekten, deren sorgfältig austarierte, collagierte Kompositionen auf der Ornamentik von Teppichen unterschiedlicher Provenienz beruhen (Nevin Aladag).