Vom Eigensinn der Dinge

13. April bis 27. Juli 2013

Bettina Buck: In Shape In Control, 2009, Holztisch, halb aufgeblasener Gummiball, 55 x 65 x 50 cm, Courtesy: Die Künstlerin, ROKEBY London und Galerie Obdahl, Berlin

Hans-Peter Feldmann: Installationsansicht KAI 10 Arthena Foundation Foto: Anne Pöhlmann © VG-Bildkunst Bonn

Romuald Hazoumè: Single Airbag, 2004, 120 x 80 cm, C-Print, Courtesy: Der Künstler und October Gallery, London © VG Bild-Kunst

Sofia Hultén: One in Ten, 2011, Wood, 33 cm x 2 cm x 10 cm, DVD 14.20 Minuten, Courtesy: Die Künstlerin, Coleção Teixeira de Freitas, Lissabon © VG Bild-Kunst

Monika Stricker: THE INCREDIBLE HULK 2008, Bruce Banner (Edward Norton) Ripped Test Jeans, 2013, Mischtechnik, Maße variabel, Courtesy: Clages Köln

Haegue Yang: Non-Indépliable, jaune et blanc, 2010, Wäscheständer, Strickgarn, Glühbirnen, Kabel, 76,5 x 74 x 105,5 cm, Courtesy: Die Künstlerin, Wien Lukatsch, Berlin © Foto: Studio Yang

BETTINA BUCK
HANS-PETER FELDMANN
ROMUALD HAZOUMÈ
SOFIA HULTÉN
MONIKA STRICKER
HAEGUE YANG


Kuratorin: Julia Höner

Wo immer wir Menschen begegnen, sind sie von Dingen umgeben. Mal erfüllen diese lebensnotwendige Funktionen, ein anderes Mal sind sie Arbeitsgerät oder Spielzeug, Waffe oder Dekoration, Ware oder Gabe. Vieles in unserer Umwelt entzieht sich jedoch der menschlichen Vereinnahmung. Dann kontrollieren nicht wir die Dinge, sondern sie nehmen uns unter ihre Fittiche. Auch in den Objekten des täglichen Gebrauchs wirkt also mitunter eine unkontrollierbare Eigendynamik und formative Energie, welche die Ausstellung in KAI 10 zu ergründen sucht. Sechs internationale Künstlerinnen und Künstler befördern ein Verständnis von den Dingen, das über ihre Funktion als menschliche Prothesen, als Archiv kultureller Praktiken oder als bloße Materialisierungen höherer (künstlerischer) Ideen hinausgeht. In Videos, Installationen, Skulpturen und Fotografien lassen uns die Künstler eintauchen in die Welt der Dinge, deren sinnliches Gewand uns wahlweise verführt und provoziert, sie begreiflich aber gleichzeitig auch unübersetzbar macht. Die Werke der Ausstellung regen dazu an, die Rolle von Kleiderständern, Fahrzeugen, Wandfliesen und co. als Komplizen des Menschen in Handlungen aller Art zu überdenken.

Zur Eröffnung der Ausstellung erscheint ein Katalog im Kerber Verlag mit einem Vorwort von Monika Schnetkamp, Texten von Julia Höner, Kerstin Schankweiler und Stefanie Stallschuss sowie einem künstlerischem Beitrag von Tatiana Echeverri Fernandez.
88 Seiten, dt./eng., zahlreiche farbige Abbildungen

 

Unterstützt durch das Goethe-Institut Côte d’Ivoire und das Koreanische Kulturzentrum, Kulturabteilung der Botschaft der Rep. Korea.