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Andy Warhol

Andy Warhol war ein Künstler, der wie kein zweiter den Konnex des medialen ‘Live’-Gebots mit dem symbolischen Tod des “Körpers als Medium” erkannte – seine Carcrash-Serien und Siebdrucke von elektrischen Stühlen belegen die emblematische und affektbeladene Visualität von Bildern, die mit Leiden, Sterben und Tod assoziiert sind. Tod als ein repetitiver Topos ist heute genau in jenen internationalen Filmproduktionen präsent, die der vorherrschenden Hollywoodästhetik  die Materialität des ‚nackten’ Körpers, den Schmutz der Straße, das Elend des Krieges entgegen zu setzen suchen. Ein Beispiel hierfür sind die Arbeiten Alejandro Gonzalez Innaritus, dessen Film ‘Amores Perros’ vielleicht nicht unzufällig auch schon einmal im Format einer Kunstausstellung präsentiert wurde.
Die Fragestellung des Vortrags richtet sich auf die ästhetischen und politischen Implikationen, die der (scheinbar) zufällige, die Maschinerie des Lebens durchkreuzende Tod – nicht nur ein wiederholtes Motiv Innaritus – im Kontext zeitgenössischer künstlerischer und kinematografischer Ikonografien beinhaltet.