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Märchen

Der märchenhaft-poetische Reiz von Fritz Langs Der müde Tod aus dem Jahre 1921 ist ungebrochen. Noch immer zitiert das Kino die Filmsprache dieses Klassikers, gleichzeitig bilden Motive wie Treppe, Kreuzweg und der Umgang mit narrativer Zeit stilbildende Leitmotive des Gesamtwerks von Fritz Lang selbst. Dabei gehört er zu den Regisseuren, die Assoziationen lieben, so gesehen fordert Der müde Tod vom Zuschauer nicht nur der komplex verschachtelten Erzählung zu folgen, sondern gleichzeitig muss der filmische Text ‚gelesen‘ und interpretiert werden. Der Vortrag zeigt, wie die Montage dieses Stummfilms ebenso zu entschlüsseln ist wie zeitgenössische ikonographische Muster.