Die Düsseldorfer Fotografin Kathrin Ahlt und der Schweizer Künstler Rémy Markowitsch geben Einblicke in ihr künstlerisches Schaffen. Im Anschluss an die Podiumsdiskussion, moderiert von Kurator Zdenek Felix, laden wir das Publikum ein, den Künstlern Fragen zu stellen.
Das Künstlerduo Nina Fischer und Maroan el Sani zeigen und kommentieren eine Auswahl ihrer Videoarbeiten, die nicht in der Ausstellung integriert sind.
Vorprogramm: Pablo Wendel, Terracotta Warrior (dv | Farbe | 8:38 min | Deutschland / China | 2006)
Peter Jap Lim, Over the Sofa (DVD | Farbe | 2:30 min | Deutschland | 2010)
Julia Oschatz, Between C. D. F. (Video und Animation auf DVD | 1:17 min | Deutschland | 2006)
Hauptfilm: Ken Russel, Mahler (Farbe | 115 min | GB | 1974)
Zum Abschluss der Ausstellung The Fate of Irony (Ausstellungsende: 24 Juli) präsentiert KAI 10 | Raum für Kunst am Eröffnungsabend der hafenlichtspiele Videokunst von drei in der Ausstellung vertretenen Künstlern sowie den Film Mahler von Ken Russel.
Während einer Zugfahrt nach Wien erinnert sich der schwer kranke Komponist Gustav Mahler an sein Leben: die unglückliche Kindheit, seine ersten kompositorischen Versuche, schließlich sein Durchbruch zum Erfolg. Und als immer wiederkehrendes Motiv: seine maßlose Egozentrik. Ken Russell („Tommy“) hat eine grelle, ironisch überspitzte Film-Biografie des vor 150 Jahren geborenen Komponisten geschaffen. In einer extravaganten, symbolhaften Bildsprache spart er auch die Schattenseiten Mahlers nicht aus. Von Anfang bis Mitte der Siebzigerjahre beschäftigte sich der Regie-Exzentriker in seinen Werken intensiv mit bekannten Komponisten. Seine Filme “Tschaikowsky” (1970), “Lisztomania” (1975) und „Mahler“ sind eine bildgewaltige, groteske Film-Trilogie.
Die Vorführung ist eine Kooperation aus Anlass der Ausstellung The Fate of Irony im KAI 10 | Raum für Kunst, die dem vielfältigen Einsatz ironischer Strategien in der heutigen Kunst nachging. Die ausgewählten Künstlerinnen und Künstler thematisierten die Wirkungen bildlicher Ironie und setzten sich mit dem Problem der Ironie in der zeitgenössischen Kunst auseinander.
Julia Oschatz und Ming Wong kommentieren und erläutern ihr Werk.
20.00, 21.30 und 23.00 Uhr: Programm mit Filmen von Künstlern der Ausstellung kommentiert von Kurator Ludwig Seyfarth
durchgehend: Das Team von KAI 10 steht den Besuchern als „Talking Labels“ zur Seite
bis Mitternacht: DJ legt in der Lounge auf.
Guillaume Bijl spricht mit Ludwig Seyfarth über seine Kunst. Dabei soll der Anfang seiner Kunst in den 1980 nachgegangen und über verschiedene Stationen der Blick auf das heutige Schaffen gelenkt werden.
mit polnischem Akzent und Kuratoren-Führung.
Adam Szymczyk, Direktor Kunsthalle Basel, Noemi Smolik, Autorin und Kunstkritikerin, Zdenek Felix, Kurator
White Time, Anna Parkina, 2008, 9 Minuten
Winners and Witness, Anna Parkina, 2008, 5 Minuten
Der Mann mit der Kamera, Regie: Dziga Vertov, UdSSR, 1929, 67 Minuten
In White Time untersucht Parkina als Professorin des „Institute of White Time“ das Empfinden der Zeit von Menschen, die durch unvorhersehbare Ereignisse aus der Bahn geworfen wurden. Winners and Witness zeigt Personen, die unbewusst zu Mitspielern einer Gameshow werden.
Vertovs Der Mann mit der Kamera ist einer der bedeutensten Experimentalfilme der 1920er Jahre und dokumentiert den Tagesablauf einer großen sowjetischen Stadt, montiert aus Moskau, Kiew und Odessa. Er verzichtet auf narrative und inszenierend-gestaltende Elemente und setzt allein auf die Wirkung der Montage.