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Reflexion und Einfühlung

Natalie Czech, Alexandra Hopf, Nashashibi/Skaer, Olivia Plender, Laure Prouvost, Lucy Skaer, Jens Ullrich 

21. Januar bis 31. März 2012

Kuratorin: Julia Höner

Die Kunst und ihr Kontext sind ein schier unerschöpflicher Materialpool und ein fruchtbarer Boden für neue Entwicklungen. Seit Jahrhunderten bedienen sich Künstlerinnen und Künstler aus dem reichhaltigen stilistischen und motivischen Repertoire der Vergangenheit und spiegeln die Rahmenbedingungen, unter welchen Kunst produziert und wahrgenommen wird.
Die Ausstellung Reflexion und Einfühlung stellt sieben Künstlerinnen und Künstler vor, die sich mit der Eleganz von Flaneuren durch die Vertiefungen des Kunstsystems bewegen. Natalie Czech, Alexandra Hopf, Nashashibi / Skaer, Olivia Plender, Laure Prouvost, Lucy Skaer sowie Jens Ullrich untersuchen, unter welchen Bedingungen Kunst präsentiert wird, wer an ihrer Semantisierung Teil hat und welche Ausdrucksmöglichkeiten Künstlern heute zur Verfügung stehen, um eine eigene Form zu finden. Gemeinsam ist allen Ansätzen, dass ihre Reflexionen nicht in leidenschaftslosen und distanzierten Betrachtungen münden. Vielmehr verbindet die einzelnen künstlerischen Arbeiten eine konzeptuelle Anschaulichkeit und emotionale Aufladung, die sich in der räumlichen Verkettung der Werke im Ausstellungsraum wiederfindet.
Die Arbeiten der Künstlerinnen und Künstler sind als Antwort auf eine Zeit zu verstehen, die niemals zuvor so stark von der Gleichzeitigkeit des Ungleichen in Kunst, Politik und Leben beherrscht wurde. Diese Situation lässt keine objektivierbaren Aussagen über die Welt, ebensowenig über die Kunst selbst und die Bedingungen ihrer Präsentation, zu. Stattdessen gewinnt eine subjektive, nicht verallgemeinerbare Sicht auf die Dinge die Oberhand:
Die Reflexion der Wirklichkeit wird abgelöst durch die ‚Wirklichkeit der Reflexion‘, in der das Verhältnis der Bilder untereinander und ihre Verbindung zum Subjekt des Denkens eine Rolle spielen. Künstlerviten, institutionelle Profile und existierende Werke werden gedacht als unabgeschlossene Prozesse, die zueinander und zur Kunst der Gegenwart in Bezug stehen und den Bodensatz bilden für ein Denken im unendlichen Raum der Möglichkeiten.

Gefördert durch:

Weitere Förderer:

Ausstellungsansichten

Begleitprogramm

, 19:00 Uhr

All the mistakes I`ve made. An Anti-Artist-Talk

on Daniel Cockburn (in Englisch)

"Meine Film- und Videoarbeiten stelle ich unter dem Gesichtspunkt der darin sichtbaren ästhetischen und ideologischen Fehltritte vor. Es mag sein, dass sich dabei das Thema „Reue“ als ein eigener Werkstrang innerhalb meiner Arbeit herausschält." (Daniel Cockburn)

Der kanadische Künstler Daniel Cockburn nimmt das verbreitete Medium des Künstlergesprächs kritisch-ironisch unter die Lupe.

In Kooperation mit der Botschaft von Kanada.

, 19:00 Uhr

Bilder Begehren

Ein Gespräch zur Ausstellung mit den Künstlern Natalie Czech und Jens Ullrich sowie Oliver Tepel (Autor, Kurator) und Julia Höner (Kuratorin der Ausstellung)

, 19:00 Uhr

Künstler, die besseren Kunstkritiker?

Eine Betrachtung von Noemi Smolik

Film zur Ausstellung

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