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Statement der Stifterin

Wirtschaft und Kunst haben sehr viel miteinander zu tun – basieren Sie doch auf denselben Grundvoraussetzungen: idea, inventio, innovatio. Beide Welten entwickeln sich über die gleichen Impulse: Kreativität, den Mut zum Aufbruch und den Drang nach Erneuerung. Diese Übereinstimmung zwischen beiden Welten macht unternehmerisches Engagement für die Kunst so wichtig. 

So habe ich als leidenschaftlich kunstinteressierte Unternehmerin im Jahr 2008 die gemeinnützige Arthena Foundation gegründet, die mit ihrem Ausstellungshaus KAI 10 im Düsseldorfer Medienhafen eine nicht kommerzielle, öffentliche Kunstinstitution zur Förderung von zeitgenössischer Kunst betreibt. Die Stiftung arbeitet nun seit 10 Jahren losgelöst von den Vorgaben der Kulturpolitik und schafft in Zeiten schwieriger Rahmenbedingungen einen unabhängigen Ausstellungsort, der sich in der Programmatik und mit seinem öffentlichen Programm große Eigenständigkeit bewahren konnte.

Um die Institution KAI 10 I ARTHENA FOUNDATION zu einem Ort der täglichen Begegnungen mit Kunst zu machen, habe ich mich von Anfang an entschieden, keinen Eintritt zu erheben, weder für den Besuch der Ausstellungen noch für die Teilnahme an Begleitveranstaltungen. So ist KAI 10 schon seit 10 Jahren bei freiem Eintritt und zu regulären täglichen Öffnungszeiten zugänglich und stellt somit ein innovatives Modell von unternehmerischem Engagement in Kunst und Kultur dar.

Seit der Gründung der Stiftung wurden hier in der Kaistraße in Düsseldorf 29 thematische Gruppenausstellungen gezeigt, an denen insgesamt über 150 Künstler*innen aus aller Welt teilgenommen haben. So hat sich KAI 10 als Ausstellungsort für internationale zeitgenössische Kunst inzwischen einen Namen gemacht. Der renommierte ars viva Preis 2019 des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI e. V., der in diesem Jahr bei uns offiziell verliehen wurde und mit einer Preisträger*innen Ausstellung in unserem Hause verbunden ist, ist unser 30. Projekt.

Neben der Ausstellungstätigkeit wird insbesondere auch der Schaffensprozess und damit die Entstehung von Kunstwerken oder Inszenierungen vor Ort unterstützt. Im Jahr 2013 hat die Stiftung erstmals Düsseldorf verlassen und wurde eingeladen, mit einem derartigen „Work in Progress“- Projekt an der 55. Biennale von Venedig teilzunehmen. „Arthena goes Venedig“ wie ein Kunstmagazin schrieb, war in jeder Hinsicht ein Ausnahmeprojekt. Die ungewöhnliche Gesamtinszenierung des Künstlers Thomas Zipp zum Thema Hirnforschung war eines der Highlights der Biennale und brachte uns viel internationale Anerkennung.

Die Heimatbasis bleibt aber unser direkt am Wasser gelegenes, historisches Gebäude im Medienhafen Düsseldorfs. Damals wie heute habe ich mich ganz bewusst für das Rheinland als Standort entschieden, gibt es hier doch eine lange Tradition der Kunst- und Kulturförderung an die ich auch weiterhin anknüpfen möchte. Neben der weltweit bekannten Kunstakademie und der großen Anzahl an öffentlichen Museen ergänzt KAI 10 I Arthena Foundation das bestehende Programm. Die vielen Institutionen und die zahlreichen Künstler*innen, Kurator*innen und Sammler*innen in der Region befördern den Austausch und die für junge Künstler*innen so wichtige Vernetzung in die lebendige Szene hinein. So wünsche ich mir, dass KAI 10 auch weiterhin ein Ort bleibt, der zur intensiven Auseinandersetzung mit der aktuellen Kunst anregt.

Monika Schnetkamp, 3. Oktober 2018

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